06.09. bis 03.10.2025
Öffnungszeiten: Mi – Fr 13 – 18 Uhr, und nach Vereinbarung.
Armin Völckers‘ Bilder entstehen aus einem offenen, tastenden Prozess. Die Pinselstriche – auf Leinwand oder auf Fotografie – sowie die Collagen folgen keiner starren Komposition, sondern einer inneren Topografie aus Erinnerung, unbewussten Bildern und spontanen Eingebungen. Formen entstehen und zerfallen, Linien werden zu Spuren, die sich verlieren, und Farben öffnen Räume, die sich beim Hinschauen verschieben.
Oft beginnt ein Bild mit einer klaren Absicht, doch im Malen löst sich diese auf – nicht im Sinne eines Verlusts, sondern als Übergang in eine neue, unerwartete Form. Realität und Vorstellung treten in einen Dialog, der keine endgültige Antwort sucht.
Armin Völckers sucht sowohl in seiner Malerei als auch in der Collage eine Zwischenzone, in der das Bild inhaltlich und formal nicht mehr bestimmbar ist, aber noch zu viel „Bild“ da ist, um eine Interpretation gänzlich zu verwerfen Es ist jene Zone, in der Gewissheiten sich auflösen, aber noch nicht durch eine neue Logik ersetzt wurden – wie in den flüchtigen Gedanken kurz vor dem Einschlafen, wenn das Instrumentarium des Wachbewusstseins versagt, sie zu ordnen, und die Traumlogik noch nicht begonnen hat.
So entstehen Werke, die nie ganz stillstehen: sie verändern sich mit dem Blick, bleiben in Bewegung, laden ein, immer wieder neu zu lesen. Sie halten den Betrachter in genau jener Schwebe, in der Gewissheit und Ungewissheit, Form und Auflösung, Sinn und offener Raum zugleich präsent sind.




