06.09. - 03.10.2025

Armin Völckers: Up Memory Lane

Fotografie, Collage, Malerei

Armin Völckers‘ Bilder entstehen aus einem offenen, tastenden Prozess. Die Pinselstriche – auf Leinwand oder auf Fotografie – sowie die Collagen folgen keiner starren Komposition, sondern einer inneren Topografie aus Erinnerung, unbewussten Bildern und spontanen Eingebungen. Formen entstehen und zerfallen, Linien werden zu Spuren, die sich verlieren, und Farben öffnen Räume, die sich beim Hinschauen verschieben.

Oft beginnt ein Bild mit einer klaren Absicht, doch im Malen löst sich diese auf – nicht im Sinne eines Verlusts, sondern als Übergang in eine neue, unerwartete Form. Realität und Vorstellung treten in einen Dialog, der keine endgültige Antwort sucht.

Armin Völckers sucht sowohl in seiner Malerei als auch in der Collage eine Zwischenzone, in der das Bild inhaltlich und formal nicht mehr bestimmbar ist, aber noch zu viel „Bild“ da ist, um eine Interpretation gänzlich zu verwerfen. Es ist jene Zone, in der Gewissheiten sich auflösen, aber noch nicht durch eine neue Logik ersetzt wurden – wie in den flüchtigen Gedanken kurz vor dem Einschlafen, wenn das Instrumentarium des Wachbewusstseins versagt, sie zu ordnen, und die Traumlogik noch nicht begonnen hat.

So entstehen Werke, die nie ganz stillstehen: sie verändern sich mit dem Blick, bleiben in Bewegung, laden ein, immer wieder neu zu lesen. Sie halten den Betrachter in genau jener Schwebe, in der Gewissheit und Ungewissheit, Form und Auflösung, Sinn und offener Raum zugleich präsent sind.

Armin Völckers

Geboren 1963 in Berlin.

1983–1988 studierte Völckers Malerei an der Hochschule der Künste Berlin (UdK) bei Dietmar Lemcke, Jens Jensen und Henning Kürschner und erhielt den Master of Fine Arts

Selected Exhibitions

2025        HilbertRaum, Berlin

2024        Gallery 70, Tirana (Albania)/Berlin

                   Stiftung Wissenschaft und Politik

2023       Galerie Tammen, Berlin (solo)

                   Roam Project Space, Berlin

2022       The Naked Room (Kiyv, Ukraine)

                   Galerie Lake (w. Philip Grözinger)

2021       Galerie Lake (w. Leif Trenkler, Moritz Götze ao)

                   Galerie Barbara von Stechow (Frankfurt a. M.)

                   BLINK ART GROUP (@artsy)

                   Odetta Gallery, NYC (SHIM@artsy)

                   Janinebeangallery, Berlin

2020       BLINK ART GROUP (@artsy)

                   Odetta Gallery, NYC (SHIM@artsy)

                   Janinebeangallery, Berlin

2019       Galerie Lake, Oldenburg (solo)

                   Janinebeangallery, Berlin (solo)

                   Sotheby’s/Challery, Vienna

2018       Galerie Lake, Oldenburg (solo)

                   Janinebeangallery, Berlin (solo)

                   Sotheby’s/Challery, Vienna

2017       Galerie Lake, Oldenburg (solo)

                   Janinebeangallery, Berlin (solo)

                   Sotheby’s/Challery, Vienna

2016       Galerie Schimming (w. Niclas Castello a.o.), Hamburg

                   Galerie Lake (w. Leif Trenkler a.o.), Oldenburg

                   Galerie No. 3, Berlin (solo)

2015        culture matters, Hannover (solo)

                   „Funerary“ (w. Claudia Hart, Chicago) Friedhofsmuseum, Berlin

                   Galerie Lake (w. Gretchen Scherer, NYC), Oldenburg

2014       Galerie Anne Moerchen, Hamburg (solo)

2013       Galerie Anne Moerchen, Hamburg

                   L’Accrochage, Hamburg

2012       Karokabinett, Giovanni Castell, Hamburg (solo)

                   Sotheby’s, Hamburg

                   „Beauty In The Dark“, Hamburg

2004       „Find Your Love“, Berlin  (w. Marc Schmitz), 

                   Damensalon, Berlin (solo)

2002       St. Emmaus Church, Kassel (solo)

                   Galerie am Savignyplatz, Berlin (solo)

1998       Galerie Claudia Brandt, Munich (solo)

                   Phase 4, Munich (solo)

1997       Fine Art Rafael Vostell, Köpenicker Kunstsommer, Installation „The Crying Room“

1996       Galerie am Savignyplatz, Berlin (solo)

                   „Berlin-Rijeka“, Mali Salonu, Rijeka, Croatia

                   Kunstverein Schering, Berlin (solo)

1995       „Standpunkte“ Fine Art Rafael Vostell, Berlin

                   Galerie M, Hamburg (solo)

1994       Galerie am Savignyplatz, Berlin (solo)

1993       Galerie im Boudoir, Berlin (as „Susi Pop“)

                   „Potsdamer Platz“ Kunsthalle Berlin

1992       Galerie Vorsetzen, Installation „Behind our Door“, Hamburg

      Abriss-Galerie, Hamburg, „Some Girls Wander By Mistake“, collaboration with the band
     „The Sisters Of Mercy” and EastWest Records, Hamburg (solo)

 

Selected Catalogues

2024         Illuminations (w. Tobias Kielinger)

2018         Janinebeangallery, „Paintings“

2017         Janinebeangallery, „Silent Green“

1995         Fine Art Rafael Vostell, „Standpunkte“

1994         Galerie am Savignyplatz, „Hin und her“

 

Collections

The World Bank, Washington (DC)

Hypovereinsbank (UniCredit)

Schering AG, Berlin

Sir Paul McCartney

Patricia Highsmith (Estate)

Public Municipal Collection, Moscow, Russia